Grippzange: Sollte in keinem Werkzeugkasten fehlen

Unterschiedliche Zangen auf einem Foto

Heute möchte ich auf meinem Blog mit euch über die Grippzange plaudern. Ein wenig Materialkunde kann schließlich auch nicht schaden. Ich kenne einige Blogs, wo immer vorausgesetzt wird, dass man bereits alles kann. Jeder fängt klein an, deswegen ist es wichtig, die einzelnen Werkzeugteile für sich kennenzulernen.

Die Grippzange, auch Feststellzange genannt, ist eine Art Zange und Schraubstock in einem. Ein Schraubstock kennst du wahrscheinlich. Es handelt sich um die Dinger, die an der Werkbank angebracht sind. Dort steckst du dein Holz oder andere Materialien hinein, damit du diese einfacher bearbeiten kannst, ohne, dass diese verrutschen. Die Grippzange ist ähnlich aufgebaut und übernimmt zwei Funktionen. Zum einem die Feststell-Funktion und zum anderen die Kniehebelmechanik.


Die Kniehebelmechanik verstehen

Für was man eine Zange benötigt, muss ich wohl nicht erklären. Damit kannst du zum Beispiel Schrauben, Nägel und Co aus einer Wand herausziehen. Mit der Grippzange ist dies ebenfalls möglich. Die Kniehebelmechanik verstärkt über den Griff deine eigene Kraft. Über die Kraftumleitung lässt sich die Schraube leichter entfernen. Ich finde solch eine Zange sollte in keinem Haushalt fehlen. Es gibt immer wieder Situationen, wo sie nicht schadet. Bist du jemand, der viel bastelt und heimwerkt, gehört diese sowieso in deinen Werkzeugkasten.


Die Feststell-Funktion

Dies ist die eigentliche Funktion einer Grippzange. Sie ist dir vor allem dann nützlich, wenn du keine weitere Hand mehr freihast, um zum Beispiel zwei Bretter festzuhalten. Auch gibt es Situationen, wo man eine Zange benötigt, die dauerhaft zusammengepresst werden muss. Die Grippzange übernimmt diese Aufgabe ohne weiteren Kraftaufwand. Der Pressdruck sorgt dafür, dass die Zange zu bleibt.

In der Praxis benötigst du dies auch beim Schweißen. Willst du zwei Werkstücke zusammenschweißen, verwende die Zange und sie halten bombenfest. Gleiches gilt beim Verschrauben und, wenn du Nägel einschlagen willst. Selbst beim Zusammenkleben macht es Sinn. Verwechsle die Grippzange aber nicht mit einer Leimzwinge. Möchtest du zum Beispiel zwei Holzteile aneinanderkleben, wird Leim verwendet. Dieser trocknet jedoch nicht so schnell, deswegen werden Zwingen angebracht, welche die Werkstücke zusammenhalten. Solltest du keine Leimzwingen besitzen, könntest du natürlich die Grippzange dafür missbrauchen. Jedoch wird es nicht empfohlen. Der Druck könnte zu groß sein und die Oberfläche beschädigen. Setze die Grippzange nur bei kurzfristigen Arbeiten ein und besorge dir für Leimarbeiten richtige Leimzwingen.


So wendest du die Grippzange richtig an

Um die Zange zu verwenden, musst du diese zuerst öffnen. Danach setzt du sie am Werkstoff an und drückst den unteren Griff stark nach oben. ACHTUNG: Beschädige den Werkstoff dabei nicht. In manchen Situationen macht es Sinn, das Werkstück zu sichern. Zum Beispiel mit einem Stück Filz. Dies schützt die Oberfläche vor Kratzern und anderen Beschädigungen. Halte das Werkstück unter Druck fest und drehe so lange an der Schraube, bis die Zange fixiert ist. Lass die Zange los und dreh die Schraube noch weiter. So lange, bis die Zange richtig festsitzt.

Eine Grippzange sollte in keinem Werkzeugkasten fehlen. Sie benötigt nicht viel Platz und bietet dir viele Möglichkeiten, wie du siehst. Achte darauf, dass es die in unterschiedlichen Größen und Stärken gibt. Setze auf Qualität beim Kauf.

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